Fahrzeugklasse

Siebensitzer als Mietwagen

Der häufigste Irrtum bei dieser Klasse ist die Annahme, mehr Sitze bedeuteten auch mehr Platz. Tatsächlich steht die dritte Sitzreihe genau dort, wo sonst der Kofferraum wäre. Wer mit sieben Personen und Gepäck reist, muss deshalb vorher rechnen und nicht erst am Fahrzeug feststellen, dass beides nicht zusammengeht.

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Für wen sich das eignet

Gruppen ab fünf Personen, Familien mit mehreren Kindern und Fahrgemeinschaften auf kurzen bis mittleren Strecken. Für sieben Erwachsene mit Urlaubsgepäck reicht ein Siebensitzer allein meist nicht; dann braucht es entweder zwei Fahrzeuge oder einen echten Kleinbus mit langem Radstand.

Sitze und Gepäck stehen im selben Raum

Bei aufgestellter dritter Reihe bleibt hinter ihr oft nur eine schmale Zone, die für Handgepäck reicht und für Koffer nicht. Umgeklappt ergibt dieselbe Fläche einen sehr großen Kofferraum, dann aber für fünf Personen.

Rechnen Sie deshalb zuerst die Personenzahl fest und danach das Gepäck. Sieben Sitze plus sieben Koffer ist in dieser Klasse in aller Regel keine realistische Kombination.

Nicht jede dritte Reihe ist vollwertig

In kompakten Modellen ist die dritte Reihe für kurze Strecken und kleinere Personen ausgelegt. Beinfreiheit und Kopfhöhe fallen dort deutlich geringer aus als in den vorderen Reihen.

Für eine mehrstündige Etappe mit Erwachsenen auf allen Plätzen ist ein größeres Fahrzeug die realistischere Wahl. Die Zahl der Gurte sagt nichts über die Eignung für lange Fahrten.

Kindersitze und Befestigungspunkte

Nicht jeder Sitzplatz hat Befestigungspunkte für Kindersitze, und in der dritten Reihe fehlen sie besonders häufig. Auch der mittlere Platz der zweiten Reihe ist nicht immer geeignet.

Wenn Sie mehrere Kindersitze brauchen, lassen Sie sich die Anzahl geeigneter Plätze vorab bestätigen. Diese Angabe gehört in die Buchung und nicht in ein Gespräch am Schalter.

Führerschein und Sitzzahl

Fahrzeuge mit bis zu acht Sitzplätzen zusätzlich zum Fahrersitz fallen in die übliche Pkw-Führerscheinklasse. Darüber beginnt eine andere Klasse, die die meisten Reisenden nicht besitzen.

Prüfen Sie deshalb im Angebot, wie viele Sitzplätze das Fahrzeug tatsächlich hat. Bei einem Neunsitzer ist die Angabe entscheidend dafür, ob Sie ihn überhaupt fahren dürfen.

Länge, Höhe und Zufahrten

Vans sind länger und häufig höher als Pkw derselben Preisklasse. Tiefgaragen mit Höhenbegrenzung, enge Rampen und kurze Parkbuchten werden dadurch zum Thema.

Klären Sie die Einfahrtshöhe Ihrer Unterkunft und der Parkhäuser am Ziel vorab. Bei Fährüberfahrten wird zudem oft nach Länge und Höhe abgerechnet.

Kaution und Fahrerbedingungen sind strenger

Größere Fahrzeugklassen bringen in der Regel eine höhere Kaution und eine höhere Selbstbeteiligung mit sich. Zusätzlich gelten für diese Klasse häufig strengere Mindestalter- und Führerscheinbedingungen.

Wenn jemand aus der Gruppe unter der Altersgrenze liegt, kann er unter Umständen gar nicht eingetragen werden. Das sollte vor der Buchung feststehen, weil es die Fahrerplanung der ganzen Gruppe betrifft.

Mehrere Fahrer von Anfang an einplanen

Ein voll besetztes Fahrzeug auf einer langen Strecke von einer einzigen Person fahren zu lassen, ist unnötig anstrengend. Zusatzfahrer kosten pro Tag, sind aber bei Gruppenreisen fast immer die richtige Entscheidung.

Wichtig ist, dass jede fahrende Person im Vertrag steht. Ein nicht eingetragener Fahrer am Steuer kann den Versicherungsschutz entfallen lassen, unabhängig davon, wie erfahren er ist.

Zwei kleinere Fahrzeuge als Alternative

Bei sieben Erwachsenen mit vollem Gepäck sind zwei Mittelklassewagen häufig praktikabler als ein Van: mehr Gepäckraum insgesamt, einfachere Parksituation und getrennte Tagesplanung.

Rechnen Sie beide Varianten durch, einschließlich Kaution, Zusatzfahrern und Kraftstoff. Der Van gewinnt bei kurzen Strecken und wenn die Gruppe zusammenbleiben will, nicht automatisch beim Preis.

Vor einer späteren Buchung festhalten

  • Personenzahl zuerst festlegen, danach das Gepäck rechnen
  • Kofferraum bei aufgestellter dritter Reihe erfragen
  • Prüfen, ob die dritte Reihe für Erwachsene taugt
  • Anzahl der für Kindersitze geeigneten Plätze bestätigen lassen
  • Sitzplatzzahl im Angebot gegen die Führerscheinklasse prüfen
  • Einfahrtshöhe von Unterkunft und Parkhäusern klären
  • Höhere Kaution und Selbstbeteiligung dieser Klasse einplanen
  • Mindestalter und Führerscheindauer für alle Fahrer prüfen
  • Alle fahrenden Personen im Vertrag eintragen lassen
  • Zwei kleinere Fahrzeuge als Alternative gegenrechnen

Häufige Fragen

Passen in einen Siebensitzer sieben Personen samt Gepäck?

In aller Regel nicht. Bei aufgestellter dritter Reihe bleibt meist nur Platz für Handgepäck. Für sieben Personen mit Koffern braucht es einen Kleinbus mit langem Radstand oder zwei Fahrzeuge.

Brauche ich für einen Neunsitzer einen besonderen Führerschein?

Bis zu acht Sitzplätze zusätzlich zum Fahrersitz genügt die übliche Pkw-Klasse. Darüber beginnt eine andere Führerscheinklasse. Prüfen Sie deshalb die genaue Sitzplatzzahl im Angebot.

Kann ich in der dritten Reihe Kindersitze befestigen?

Nicht immer. Befestigungspunkte fehlen dort besonders häufig. Lassen Sie sich die Anzahl geeigneter Plätze vor der Buchung bestätigen, wenn Sie mehrere Kindersitze benötigen.

Ist die Kaution bei einem Van höher?

In der Regel ja, weil Kaution und Selbstbeteiligung an der Fahrzeugklasse hängen. Zusätzlich gelten für diese Klasse oft strengere Bedingungen zu Mindestalter und Führerscheindauer.

Sind zwei kleine Autos günstiger als ein Van?

Häufig sind sie praktischer, nicht zwingend günstiger. Zwei Fahrzeuge bieten mehr Gepäckraum und einfacheres Parken, verursachen aber zwei Kautionen und zwei Tankfüllungen. Beide Varianten sollten durchgerechnet werden.

Worauf muss ich bei Höhe und Länge achten?

Auf die Einfahrtshöhe von Tiefgaragen und die Länge der Parkbuchten am Ziel. Bei Fähren wird zudem oft nach Länge und Höhe abgerechnet, was den Preis der Überfahrt verändert.